Chronik

Geschrieben von Super User. Veröffentlicht in Chronik

Die Freiwillige Feuerwehr Hamswehrum
Am 26.03.1935 fand in der Gaststätte Flessner die Gründung des Feuerlöschverbandes Loquard statt.
Er umfasste die Gemeinden Hamswehrum, Upleward, Loquard, Campen und Rysum. Bis dahin hatten die sogenannten Pflichtwehren die Aufgaben übernommen.
Da die Gemeinde verpflichtet war für den Brandschutz zu sorgen, wurden Bürger zur „Freiwilligen Feuerwehr“ befohlen, wenn sich nicht genug freiwillige Helfer fanden. Das auf dieser Basis bestehende vielfältige Feuerwehrleben, dem heutigen ähnlich, gab es bis zum Ende der 1920er Jahre. Die Ausrüstung der Männer, bestehend aus einer Uniform Mütze und ein Paar Stiefeln, mussten selbst bezahlt werden. Im Brandfall wurde die sogenannte „Brandglocke“ geläutet, und die Wehr rückte aus.

 

 

 


 
Artikel aus einer Zeitung über die Berichterstattung der Gründungsversammlung von 1934
Im dritten Reich, per „Ausführungsbestimmungen zum Feuerlöschgesetz“ vom 02.02.1934, wurden die Truppführer kommissarisch zu Hilfspolizisten berufen und waren direkt dem Reichsministerium des Inneren unterstellt.
Das oben genannte Gesetz trat zwar mit Wirkung vom 02.02.1934 in Kraft, wurde aber erst 1935 umgesetzt.
Die vom Kreisfeuerwehrführer festgelegte Sollstärke war in allen Gemeinden schnell erreicht. Jedoch Hamswehrum ließ sich mit der Rückmeldung über den Eintritt der geforderten 15 Mann, die der Trupp haben sollte, Zeit.
Als Löschmeister und Truppführer wurde Albert Dirksen in der Gründungsversammlung beauftragt. Er konnte auch Anfang August noch nicht die Aufstellung eines Löschtrupps vermelden. In einem Schreiben an den damaligen Landrat vom 01.08.1935 heißt es unter anderem:
„Die Aufstellung eines Löschtrupps in Hamswehrum ist noch nicht gelungen. Hier ist noch keine Meinung für eine Freiw.- Feuerwehr vorhanden, so dass die Pflichtwehr zunächst bestehen bleiben muss“.
Zu den Gründungsmitgliedern, die sich nach und nach fanden, zählten unter anderem Daniel Köhler, Dietrich Janssen und Gerd Winter. Die Leitung übernahm dann Frauko Hoogstraat. Eine Handdruckspritze aus der Gründerzeit, die mit Pferd und Wagen zum Einsatzort gebracht wurde, war ihre Ausrüstung. Untergebracht war die Spritze in einem Schuppen, der zwischen den Häusern von D. Droll (damals Rieken) und Jakob Folkerts an der Hamswesterstraße stand. Der Schuppen wurde später abgerissen.

 

 

 

"Handdruckspritze“ mit Pferd und Wagen zum Einsatzort gebracht
Der erste Einsatz der neuen Wehr war 1936 bei dem Haus von Albert Murra.
Das Gebäude wurde durch den Brand völlig zerstört und musste neu aufgebaut werden.
Nach der Verlegung des Schulunterrichts nach Pewsum wurde ca. 1968 das ehemalige Schulhaus zum Feuerwehr- und Gemeinschafthaus umgebaut.
1972 kam die Wehr in den Besitz eines TSF 8 (Tragkraftspritzenfahrzeuges). 1995 wurde es durch ein neues Fahrzeug ersetzt.
1984 feierte die Wehr mit einem großen Zeltfest ihr „Goldenes“ Jubiläum. Ortsbrandmeister Siebelt Steck und Stellvertreter Siebo Westermann hatten mit ihren Männern ein tolles 3-tägiges Fest auf die Beine gestellt. Die Mitbegründer Daniel Köhler und Dietrich Janssen und auch der 3 Jahre später eingetretene Gert Winter wurden mit Ehrenurkunden bedacht.

 

 

 

 

Die Feuerwehrmänner des
III. Zuges der Krummhörn
während ihrer Übung auf
„Bohnenburg“ in der
Hamswehrumer Feldmark


Das jetzige Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshaus ist 1985 in Eigenleistung unter Beteiligung der Feuerwehr und vieler Dorfbewohner in freiwilliger Tätigkeit ausgebaut und vergrößert worden. Es dient seither der Feuerwehr als Unterrichtsraum, der Allgemeinheit zum Feiern und als Übungsraum für verschiedene Gruppen. Bei Beerdigungen geht man ins „Laugvolkshuus“ zum Teetrinken. Für Ordnung und Sauberkeit sorgen unsere „Powerfrauen“.
Einen besonderen Verdienst bei den Umbauarbeiten erwarb sich Maurermeister Frerich Erdmoed, der in mehr als 600 Stunden Arbeitsleistung die Baumaßnahme leitete und den Einsatz der Helfer koordinierte. Am 11. Januar 1986 übergab der ehemalige Bürgermeister der Gemeinde Krummhörn Ulfert Hoogstraat den Schlüssel an den damaligen Ortsvorsteher Jan Helmers.
Vor der 1993 gegründeten Jugendfeuerwehr bestand die Jugendgruppe.
Die Jugendfeuerwehr wurde zunächst von Hartmut Peters und ab 1998 bis heute von den Jugendwarten Holger Fransen und Karsten Rabenstein geleitet. Mit viel Engagement und Einsatz wird den Kindern, die aus Hamswehrum, Groothusen, Manslagt und Pilsum kommen, spielerisch aber mit Disziplin das Zusammenwirken in der Gruppe vermittelt. Die Kinder sind zwischen 10 und 16 Jahre alt.
Aus Kostengründen wurden die Wehren Groothusen und Hamswehrum 2005 zusammengelegt. Die Ortsbrandmeister beider Wehren Reinhard Saadthoff und Hartmut Peters waren sich schnell über die Verteilung der Kompetenzen einig. So gab es einen reibungslosen Ablauf der Zusammenlegung. R. Saadthoff übernahm die Führung und H. Peters und Florian Burgstaller die Stellvertretung. Die technische Ausrüstung beider Wehren und die Männer ergänzen sich gut. Das konnten sie inzwischen bei mehren Einsätzen beweisen.
Derzeit sind 28 aktive Mitglieder eingetragen. Traditionelle Veranstaltungen im Dorf, wie das Osterfeuer und das Aufstellen des Maibaumes, werden seit Jahrzehnten von den Mitgliedern der FFW ausgerichtet.
Geleitet wurde die Feuerwehr Hamswehrum von:

Albert Dirksen März 1935 -?
Frauko Hoogstraat 1935 - 1963
Dietrich Ruben 1963 - 1977
Siebelt Steck 1977 - 1999
Hartmut Peters 1999 - 2005
Reinhard Saadthoff bis 2011
Florian Burgstaller 2011 bis 2016

Anton Gerhard Busker seit 2016

 

Die Freiwillige Feuerwehr Groothusen wurde am 20. August 1948 von Detert Deterts, Martin Saadthoff, Daniel van Gerpen, Rudolf Schreiber, Karl Deterts, Dirk Harms, August Iwwerks, Reemt Stomberg und Bernhard Harms gegründet.

 

 

 

Die Zusammenlegung der Ortsfeuerwehren Groothusen/Hamswehrum
links: Hartmut Peters mit seinem fünfjährigen Sohn Kilian, re. Reinhard Saadthoff

 

 

Gruppenbild am 13.03.2017

 Es fehlen: Reiner Beekhuis, Lars Henning